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eine Perle entsteht
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Rezept für eine handgedrehte Glasperle

Man nehme zuerst hochwertiges Weichglas (z. B. aus Murano, Lauscha) und suche sich eine hübsche Farbe aus. Das ist bei der Auswahl der erhältlichen Glasstangen gar nicht so einfach.


Anschließend erwärmt man das Glas sehr vorsichtig in der Flamme (dabei fliegen hin und wieder die Splitter recht ordentlich, wenn man nicht aufpasst, Schutzbrille also niemals vergessen) und wickelt es um einen Perlendorn, der mit Trennmittel beschichtet wurde. Ich benutze einen Zweigasbrenner, der mit Propan und Sauerstoff betrieben wird.


Flüssiges Glas verhält sich reichlich merkwürdig, ähnlich wie warmer Honig. Es gehört also ziemlich viel Übung dazu, eine runde Perle zu drehen. Das hätte ich beim ersten Zusehen nicht für möglich gehalten!


Man kann die so entstandene Perle dann nach Belieben mit sog. Stringern - das sind gezogene Glasfäden - verzieren, Pünktchen setzen, das Glas mit den verschiedensten Werkzeugen verformen und modellieren usw. Die Möglichkeiten sind schier unerschöpflich! Für manchen Perlen kann man je nach Gestaltungsaufwand locker eine Arbeitstunde brauchen.


Dann kommt noch eine ganz knifflige Übung zum Schluß. Die Perle muss nämlich auskühlen. Geschieht das zu schnell, hört man ein helles Klirren und die Arbeit war umsonst. Man steckt die fertige Perle am besten für einige Stunden in ein spezielles Granulat zum Abkühlen oder benutzt einen Temperofen. Kommt die Perle noch zu heiss ins Granulat, bleiben die Körnchen kleben und die Perle ist dann quasi paniert. Gar nicht schön. Also alles eine Frage des richtigen Zeitpunkts.